Rote Spitzen



Spätestens seit 1132 diente Altenburg mehreren deutschen Königen und Kaisern als Pfalzort. Unter dem Staufer Friedrich I. Barbarossa avancierte die Stadt zur Reichsstadt und zum Verwaltungsmittelpunkt des Pleißenlandes. Barbarossa besuchte nachweislich sieben Mal Altenburg und weilte in der auf dem Burgberg befindlichen Kaiserpfalz. Ab 1165 befördert der Kaiser den Bau einer dreischiffigen Basilika mit Doppelturmanlage unweit der Stadt. Der imposante Kirchenbau gilt als einer der ersten Backsteingroßbauten nördlich der Alpen. 1172 wurde die Stiftskirche „St. Marien“ in Anwesenheit von Kaiser Friedrich I. Barbarossa und Bischof Udo von Naumburg geweiht und mit Augustiner-Chorherren besetzt. In den Roten Spitzen erlebt der Besucher eine Zeitreise ins Mittelalter und erhält mittels moderner Technik Einblick in die Struktur der ehemaligen Klosteranlage. Er kann die archäologische Grabung begehen, trifft auf bisher Verborgenes und hat die Chance, die romanische Stiftskirche, wenn auch teilweise nur im Bereich von Fundamenten, in ihrer gesamten Dimension zu erfassen. In der Kapelle des Südturmes sieht man in einer Apsis eine Wandmalerei: Die Gottesmutter mit Christus in einer Mandorla sitzend, wird von ihrem Sohn gekrönt. Diese Form der Marienkrönung gilt als einzigartige Darstellung nördlich der Alpen. Lange Zeit war sie vollständig vermauert und somit dem Blick des Betrachters entzogen.



Bildergalerie



Öffnungszeiten

  • 1200 - 1700
  • 1200 - 1700
  • 1200 - 1700