Farbküche ©Maxity Deutschland GmbH, Marcel Peters
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Vorgestellt: Der Vierseithof Plottendorf

Vierseithof Plottendorf©Hofgut Erler

Vierseithof Plottendorf©Hofgut Erler

Vorgestellt: Der Vierseithof Plottendorf

Der im 18. Jahrhundert erbaute Vierseithof Plottendorf ist ein ortstypischer Bauernhof, der seit mehreren Generationen in Familienbesitz ist. Heute wird der Hof durch eine eigens gegründete Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) verwaltet. Familie Erler möchte das Kulturgut möglichst originalgetreu und mit einem generationsübergreifenden Ansatz langfristig erhalten. Dabei setzen die Eigentümer auf Gemeinschaft, Synergie und eine ökologische, naturnahe Ausrichtung. Der Hof ist seit dem Jahr 2013, nach Prüfung durch die Landesbehörde, im Thüringer Denkmalbuch gelistet. Das Torhaus und die Figur “Wilder Mann” im Fachwerk des Wohnhauses sind zwei Besonderheiten des Gebäudeensembles im Altenburger Land.

Das Anerbenrecht – Gesetz der Unteilbarkeit der Höfe

Die Altenburger Bauernhöfe verdanken ihre beeindruckende historische Hofgröße von 30-40 Hektar und entsprechend dimensionierter Gebäude vor allem den fruchtbaren Lössböden in der Region, aber auch einem besonderen Erbrecht, dem Anerbenrecht. Eingeführt noch durch die Obrigkeit des späten Mittelalters und fortbestehend im Herzogtum Sachsen-Altenburg, sicherte dieses Recht dem jüngsten Sohn eine Sondererbfolge in den Hof zu. Das Anerbenrecht schloss die Teilung der Höfe aus und bildete somit die Grundlage für einen geschlossenen Erhalt über Generationen.

In den neuen Bundesländern existieren heute keine spezialgesetzlichen Anerbenregelungen mehr. Um die verbliebenen Höfe zusammen zu halten braucht es neue Wege, um mit den heutigen rechtlichen Mitteln das Risiko der Realteilung zu minimieren und dadurch den Bestand der Hofe für die Zukunft zu sichern.

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