Märchenschauspiel „Rumpelstilzchen“ aus dem Theater Gera zum Streamen in der ARD-Mediathek
14. Dezember 2020
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Die „Lästerer“ vom Lästermarkt
14. Dezember 2020

„Marktreiches“ Altenburg

Markt Altenburg mit Brüderkirche ©David Cray

Markt Altenburg mit Brüderkirche ©David Cray

Im Jahr 1192 wurde der Altenburger Marktplatz das erste Mal urkundlich erwähnt. Seitdem wurde das Angesicht des Marktes von Revolutionen, Kriegen und Weltwirtschaft gestaltet. Im Großen und Ganzen hat der Marktplatz sein Gesicht allerdings gewahrt. Bis 1776 stand zwischen den geschichtsträchtigen Gebäuden ein Galgen. Hier fanden nicht selten öffentliche Hinrichtungen für Deserteure und sonstige Militärverbrecher statt.

Der Hauptmarkt zählt zu einem der größten Marktplätz in Deutschland. Vom Vorplatz der Brüderkirche hat man einen hervorragenden Blick über den Markt. Noch heute und bereits seit vielen Jahrhunderten findet hier der bei Einheimischen und Touristen beliebte Wochenmarkt, sowie in der Adventszeit der Weihnachtsmarkt, statt.

Beherrscht wird der Markt, neben der etwas abseits liegenden Brüderkirche, vom beeindruckenden Rathaus. Das Gebäude wurde zwischen 1562 und 1564 von Thüringens Renaissancebaumeister, Nikolaus Grohmann, an die Stelle des vorherigen Rathauses gebaut.

Die Skatstadt Altenburg verfügt über weitere fünf Marktplätze. Über die Moritzstraße kommt man vom Hauptmarkt zum Topfmarkt, auf dem früher die Töpfer ihre Waren verkauft haben. Über diese Straße ist auch der Kornmarkt zugänglich. Bis 1851 wurden hier Getreidemärkte abgehalten. Vom Hauptmarkt aus geht es direkt zum Weibermarkt. Hier verkauften die Töpfer ihre Waren, bevor diese später auf dem Topfmarkt verkauft wurden. Woher kommt der Begriff Weibermarkt? Früher haben nur Frauen die Töpfe verkauft, daher benannte man die ehemalige Topfgasse in Weibermarkt um.

Auch der Roßplan ist ein Marktplatz. Den Namen hat der Platz von den hier stattfindenden Pferdemärkten erhalten. Eine erste Erwähnung geht hier auf das Jahr 1609 zurück. Altenburgs ältester Marktplatz ist der Brühl, gegenüber vom Amtsgerichtsgebäude. Seit dem Jahr 1903 steht hier der einzigartige Skatbrunnen. Es ist das einzige Denkmal, das jemals zu Ehren eines Kartenspiels errichtet wurde. Hier können Skatkarten getauft werden, das soll Glück im Spiel bringen.