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Kaiser Barbarossa zeigt uns sein Altenburg von 1180

Panorama Marstall 2021 ©Barbarossa Stiftung Altenburg

Wir befinden uns im Jahr 1180. Es ist der 16. September. Kaiser Friedrich I. Barbarossa reitet mit seinem Gefolge von der rechten Seite auf der riesigen Leinwand in die Mitte. Er ist nach Altenburg gereist, um dort die Zukunft von Bayern zu besiegeln. Teile der heutigen Altenburger Schlossanlage stehen bereits. Die Stadt ist noch ländlich, befindet sich jedoch im Umbruch und ist sehr günstig gelegen. Schließlich steht Barbarossa in der Mitte der Leinwand, ihm gegenüber befindet sich Otto von Wittelsbach. Außerdem sieht man zahlreiche Großherzoge und Lehnsherren, die Zeugen der Belehnung des Adligen von Wittelsbach mit dem Gebiet Bayerns werden. 1180 beginnt in Altenburg eine neue Ära für das damalige Herzogtum Bayern, die bis ins Jahr 1918 anhalten sollte.

Zum Jubiläumsanlass des 840. Jahrestages 2020 der Belehnung durch den Rothaarigen Kaiser erstellte die Altenburger Barbarossa Stiftung eine 270 Grad Kinofilm Animation. Ein Jahr später ist es nun soweit und die Leinwand steht im Marstall. Der Initiator und Ideengeber Klaus-Jürgen Kamprad sagt dazu: „Wir veranstalten die Ausstellung der Kinoprojektion im Marstall, weil dies das einzige Gebäude war, welches diese Dimensionen beherbergen kann.“ Denn die Leinwand ist mit 14 Metern Durchmesser und 4 Metern Höhe ein richtiges Monument. Von der Decke hängt eine Stahlkonstruktion, daran sind sieben Beamer befestigt, die punktgenau ihre Bilder aneinanderreihen und ein beeindruckendes Bild abliefern. Während der Eröffnungsrede erklärt Klaus-Jürgen Kamprad: „Eine große Herausforderung war auch die Programmierung und Berechnung der Animation. Wir benötigen für die etwa 22.500 Einzelbilder einen Hochleistungsrechner.“ Für den perfekten Sound sorgen fünf Lautsprecher, die direkt über der Leinwand angebracht wurden. Die Stimme von Barbarossa hallt durch den ehemaligen Reitsaal des Marstall. Die Sprecher der Projektion sind keine Unbekannten. Die Stimme von Andreas Sparberg ist seit Jahren bekannt als Off-Sprecher in der ARD-Talkshow „Anne Will“. Die weibliche Sprechstimme kommt von Marianne Graffam, die in TV- und Kinofilmen wie „Alles Klara“ und „Rote Rosen“ spielte.

Für den Initiator ist die Ausstellung eine Herzensangelegenheit. Altenburg sei während der Stauferzeit des Barbarossa ein Symbolort gewesen und heute müsse man dem Ganzen die Strahlkraft zurückgeben. Klaus-Jürgen Kamprad hofft, dass der Film Menschen motiviert nach Altenburg zu kommen und sich mit den Erinnerungsorten auseinanderzusetzen. Wer sich nun also einmal von Barbarossa persönlich einladen lassen will, das altertümliche Altenburg zu sehen, der kann sich noch bis 03. Oktober 2021 im Marstall die Kinofilm Produktion ansehen und dies als Anreiz nehmen das heutige Altenburg mit einem ganz neuen Blick zu erkunden.

Öffnungszeiten “Kino im Reitsaal”

03. Juli bis 03. Oktober 2021

Donnerstag bis Sonntag 11 – 17 Uhr

Eintritt: 3,00 €, ermäßigt 1,00

©Eva Anna-Lena Zorn

Ein Projekt der Barbarossa Stiftung