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Hinter den Kulissen vom Museum Burg Posterstein

Museum Burg Posterstein ©Burg Posterstein

Die Pandemie erfordert von uns allen: Geduld, Flexibilität, Mut und Kreativität. Seit dem 2. November 2020 befindet sich das Museum Burg Posterstein im zweiten Lockdown. Ausstellungen und Veranstaltungen mussten abgesagt oder verschoben, Online-Alternativen entworfen und umgesetzt werden und auch jetzt ist unsicher, wann die für 2021 geplanten Ausstellungen starten können.

Pläne trotz Pandemie

Zu keiner Zeit ist dem Museumsteam die Arbeit ausgegangen, denn Museumsarbeit umfasst weit mehr als die Ausstellungen, die im Haus zu sehen sind. Beispielsweise haben die Mitarbeiter in der Zeit der Lockdowns inzwischen drei Online-Ausstellungen und ein digitales Ferien-Programm zeigen können.

Erfreulich ist, dass die Besucherzahlen im Internet auf allen Kanälen kontinuierlich steigen. Die drei Online-Ausstellungen in den zwei Lockdowns wurden gut angenommen. Seit Februar probiert das Museum mit dem Podcast #LeseZEIT ein neues Format aus, das sich perfekt in den Blog und in die Arbeit im Museum einbinden lässt. Zum Beispiel sind Live-LeseZEITen geplant. In jeder Folge kommt eine historische Persönlichkeit zu Wort – bisher erschienen Folgen mit Originalzitaten der Herzogin Anna Dorothea von Kurland, der Schriftstellerin Emilie von Binzer, dem Buchhändler Gustav Parthey und der Malerin Louise Seidler. Hier geht’s zum Podcast.

Die digitale Kommunikation und Vermittlungsarbeit des Museums Burg Posterstein gilt deutschlandweit als vorbildhaft. Deshalb hat Marlene Hofmann im Lockdown mehrere Zoom-Vorträge vor Museumskollegen aus Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Thüringen über das digitale Konzept gehalten.

Darüber hinaus wurden im Lockdown und während der Öffnung unter Pandemie-Bedingungen mehrere verschiedene Formate für Ausstellungseröffnungen getestet und neue, pandemie-taugliche Formate sind in Planung.

Denn: „Führungen müssen wir schon seit 2020 ständig verschieben. Wir fürchten, das wird auch weiterhin nicht möglich sein, auf Grund des begrenzten Platzes in der Burg“, so Marlene Hofmann vom Museum Burg Posterstein. „Am meisten fehlen uns natürlich die Besucher! Darüber hinaus ist das Museum auch finanziell von den Einnahmen aus den Eintrittsgeldern abhängig.“

Das Museumsteam nutzte die Zeit des Lockdowns außerdem, um seinen Online-Auftritt barrierefrei zu machen. Mit im Rahmen der Kampagne „Neustart“ erhaltenen Fördermitteln konnten Videos in Gebärdensprache, Texten in leichter Sprache und weitere Videos produziert werden. Durch größere Schrift und höheren Kontraste ist die Website nun barrierefrei geworden. Der Relaunch ist noch nicht vollständig abgeschlossen, denn derzeit folgt die kontinuierliche Überarbeitung aller Homepage-Texte. Mitgedacht wird dabei die Digitalisierung der Sammlung, immer in Verbindung mit Vermittlungsansätzen und Online-Ausstellungen wie beispielsweise im Hinblick auf die digitale Weihnachtskrippen-Ausstellung, die einen ersten Schritt zur Digitalisierung der Weihnachtskrippen-Sammlung darstellt.

Während des Lockdowns wurde das Kinderbuch „Ritter und Burgdamen ganz privat! – 10 Fragen & Antworten zum Alltag auf Burgen im Mittelalter“ vom Museum Burg Posterstein veröffentlicht. Die ersten 50 Bücher wurden bereits verkauft.

Für 2021 plante das Museum Burg Posterstein vier Sonderausstellungen, von denen inzwischen zwei auf 2022 verschoben werden mussten. Sobald wieder geöffnet werden darf, startet die Schau #GartenEinsichten: „Wie der Garten, so der Gärtner“ – Gartenkultur als Spiegel der Gesellschaft. Die Ausstellung ist der Postersteiner Beitrag zur Ausstellungsreihe „Grünes im Quadrat“ der vier Museen im Altenburger Land (Lindenau-Museum Altenburg, Residenzschloss Altenburg, Naturkundemuseum Mauritianum und Museum Burg Posterstein). Schon jetzt sind alle herzlich eingeladen, sich an der Mitmach-Aktion #GartenEinsichten zu beteiligen. Über den Hashtag und über ein Formular auf der Website des Museums Burg Posterstein kann man Fotos, Eindrücke und Meinungen zur Funktion und zur Zukunft von Gärten teilen. Einige davon sollen ihren Weg in die Postersteiner Ausstellung finden. Alle Infos.

Zum 200. Todestag der Herzogin von Kurland stellt das regionalgeschichtliche Museum Burg Posterstein am 1. August 2021 seine überarbeitete ständige Ausstellung zur europäischen Salongeschichte vor.

Ein dritter Schwerpunkt der derzeitigen Arbeit liegt in der Planung des Neubaus des in den 1950er Jahren abgerissenen Nordflügels der Burg. Nachdem sich der Kreistag des Landkreises Altenburger Land als Eigentümer der Burg Posterstein im September 2020 zum Wiederaufbau bekannt hat, konnte nun das bereits vor längerer Zeit erarbeitete Konzept und die dazu gehörige Planung beim Fördermittelgeber eingereicht werden. Zuversichtlich ist man auf Burg Posterstein, dass die Realisierung in den nächsten drei Jahren erfolgen kann.

Hier lesen Sie mehr über die einzelnen Veranstaltungstermine.