Das „Grüne im Quadrat“ – Auf den Spuren der Gärten im Altenburger Land

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Das „Grüne im Quadrat“ – Auf den Spuren der Gärten im Altenburger Land

Ansicht der Orangerie mit dem Schlossgartentheater im Hintergrund, um 1900, Residenzschloss Altenburg ©Arno Kersten

„Die meisten Menschen wissen gar nicht, wie schön die Welt ist und wie viel Pracht in den kleinsten Dingen, in irgendeiner Blume, einem Stein, einer Baumrinde oder einem Birkenblatt sich offenbart“, sagte der Lyriker Rainer Maria Rilke. So schön und vielfältig ist die Natur. Besonders Gärten bieten die Möglichkeit und die Freiheit zur individuellen Gestaltung durch Menschenhand. Auch im Altenburger Land gibt es eine jahrhundertelange Gartenkultur.

Zum Anlass der Bundesgartenschau in Erfurt 2021 rücken die Museen aus dem Altenburger Land Grünanlagen in den Mittelpunkt einiger Ausstellungen. Unter dem Titel „Grünes im Quadrat“ setzen sich das Residenzschloss Altenburg, das Lindenau-Museum, das Naturkundemuseum Mauritianum und die Burg Posterstein mit historischen und modernen Gärten aus der Region auseinander. Denn im Altenburger Land gibt es von eindrucksvollen, großen Gartenanlagen bis zu bezaubernden Klein- und Schrebergärten einiges zu entdecken. Franziska Engemann von der Burg Posterstein erklärt das Angebot: „Jedes Museum hat sich ein eigenes Thema bzw. einen eigenen Schwerpunkt gesetzt. Im Museum Burg Posterstein ist zum Beispiel noch bis 14. November 2021 die Sonderschau: „#GartenEinsichten: „Wie der Gärtner, so der Garten“ – Gartenkultur als Spiegel der Gesellschaft“ zu sehen. Dabei geht es um die Vorstellung verschiedener Gartentypen vom Mittelalter bis heute. „Besonders hervorgehoben werden zwei für das Altenburger Land prägende Gartentypen: Die Gärten der historischen Rittergüter und die Altenburger Bauerngärten“, so Mitarbeiterin Franziska Engemann weiter. Gemeinsam mit Instagrammern und Influencern hat die Burg sich auf „fotogarfische Spurensuche“ begeben.

Interessant zu wissen ist, dass ab dem 12. Jahrhundert Vierseithöfe die bewohnten Gebiete in der Region prägten. Praktisch jeder Bauernhof besaß einen Zier- und Blumengarten vor dem Wohnhaus, einen Gemüsegarten und einen Obstgarten. In einigen Ortschaften sind die Gärten sogar noch erhalten. Ebenso schmückten sich ehemalige Rittergüter mit prachtvollen Gärten, von denen leider viele heute in Teilen oder ganz verschwunden sind.

Das Lindenau-Museum wählt einen ähnlichen Ansatz, wie die Burg Posterstein und widmet sich dem Vergleich zwischen historischen und aktuellen Gartenansichten. Darunter finden sich im Lindenau-Museum auch Abbildungen, die mehr als 100 Jahre alt sind. Im Residenzschloss treffen die Besucher, auf die über 300-jährige Geschichte des Altenburger Schlossparks. Das Naturkundemuseum Maritianum erklärt den „Grund des Gartens: Porphyr“ – ein vulkanisches Ergussgestein, das an einigen Stellen im Stadtgebiet von Altenburg, so auch bei historischen Gebäuden, Mauern und Pflastersteinen, zu finden ist.

Der Garten – er ist grün, er tut der Seele gut, er versorgt uns mit Nahrungsmitteln, er ist ein Spielplatz oder eine Liegewiese. Er ist einfach ein Stück Erde, das wir Menschen seit Jahrhunderten zu schätzen wissen. Das „Grüne im Quadrat“ hat so viele Facetten und in den Museen des Altenburger Landes können Sie sich Eindrücke, Wissen und Inspirationen holen, zu ihrer ganz eigenen Wohlfühloase.

Ausstellungen der Museen im Altenburger Land:

Museum Burg Posterstein – Ausstellung #Garteneinsichten: “Wie der Gärtner, so der Garten” – Gartenkultur als Spiegel der Gesellschaft (noch bis 14. November 2021)

Residenzschloss Altenburg – Ausstellung “Gartenlust und Parklandschaft – die Geschichte des Altenburger Schlossparks” (noch bis 03. Oktober 2021)

Lindenau-Museum Altenburg – Ausstellung “Gärten vor der Linse – Die Gartenstadt Altenburg” (noch bis 03. Oktober 2021)

Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg – Ausstellung “Der Grund des Gartens: Porphr” (noch bis 31. Dezember 2021)

©Eva Anna-Lena Zorn