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Die Altenburger Schloßkirche

Residenzschloss Altenburg, Schlosskirche ©Marcel Peters

Residenzschloss Altenburg, Schlosskirche©TVAL

Die Kirche des Altenburger Schlosses wurde anstelle einer Pfalzkapelle, die dem Heiligen Georg geweiht war, gebaut. Sie ist das einzige im gotischen Stil errichtete Gebäude des heutigen Schloßkomplexes und eines der wenigen Bauzeugnisse dieses Stils in der Stadt überhaupt. Die Kirche wurde nach circa zehn Jahren Bauzeit im Jahr 1413 eingeweiht. Durch einen Brand im Jahr 1444 wurden große Teile des Kirchengewölbes zerstört und im spätgotischen Stil wiederaufgebaut.

Im Lauf der Jahre wurde immer wieder an den Innenbauten gearbeitet, dabei entstand die barocke Ausrichtung aus dem 17. Jahrhundert. Zu dieser Zeit sind der zweigeschossige Altar, die Fürstenloge und die Emporen entstanden. Von 1735 bis 1739 baute Heinrich Gottfried Trost eine neue Orgel auf der Nordempore. Heute gilt diese als eine der herausragendsten barocken Orgeln in Mitteleuropa. Johann Sebastian Bach fand bereits im Jahr 1739 lobende Worte für die Orgel. Johann Ludwig Krebs, einer von Bach bekanntesten Schülern, wirkte von 1756 bis zu seinem Tod im Jahr 1780 an dieser Orgel. Die ausgesprochene hörens- und sehenswerte Orgel erfreut heute sowohl Fach- als Laienpublikum.