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Der Bismarckturm im Altenburger Stadtwald

Bismarckturm Altenburg ©Maxity Deutschland GmbH

1910 entwarf Baurat Alfred Hermann Wanckel, gemeinsam mit dem Altenburger Künstler und Bildhauer Otto Pech das Baukonzept für den Bismarckturm. Der Aussichtsturm wurde in den Jahren 1914 bis 1915 im Stadtwald Altenburg errichtet. Zu dieser Zeit entstanden deutschlandweit Bismarcktürme, die an den Reichskanzler Otto von Bismarck, dem Initiator der Reichgründung von 1871, erinnerten.

Der in Stampfbeton errichtete, ca. 33 m hohe Turm, hatte in der Rundung beim Eingang ein von O.Pech erstelltes Bismarckporträt mit den Jahreszahlen 1815 – 1915 und dem Bismarck-Spruch: „Wir Deutschen fürchten Gott, sonst nichts auf der Welt!“. Dieses wurde nach dem 2. Weltkrieg ungeklärt entfernt.

Der Turm wurde seit seiner Erbauung als Ausgangs- und Zielpunkt für Spaziergänge durch den Wald und als Aussichtsturm mit Blick über Altenburg und das Altenburger Land genutzt. In der Zeit von 1948 bis 1989 erfolgte die Umbenennung in „Turm der Jugend“. Die Nutzung wurde der FDJ (Freie Deutsche Jugend) überlassen. Seit Mitte der 90iger Jahre trägt der Turm wieder seine ursprüngliche Bezeichnung „Bismarckturm“. Von Juli 1998 bis zur endgültigen Schließung im Jahr 2009 beherbergte der Turm die Dauerausstellung „Flora und Fauna des Stadtwaldes” im Zusammenwirken mit dem Naturkundemuseum Mauritianum.

Heute kann der Turm nur noch von außen besichtigt werden, ein Aufstieg ist aktuell nicht möglich.