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27. November 2021

Weihnachtsausstellung im Residenzschloss Altenburg

©Residenzschloss Altenburg

Weihnachtsausstellung “Am Anfang war das Spiel. Brettspiele – Geschichte und Gesellschaft spielend entdecken!”

28. November 2021 bis 6. März 2022

Brettspiele sind Kulturgut – ein Spiegel der Zeit, in der sie entstanden und gespielt wurden. Altenburg ist dabei ein ganz besonders hell leuchtender Stern im Spieleuniversum. Hier erfand man vor über 200 Jahren das Skatspiel, hier wird eine der größten Spielkartensammlungen der Welt aufbewahrt. Nun widmet sich die Weihnachtsausstellung des Schloss- und Spielkartenmuseums im Residenzschloss Altenburg diesem ganz eigenen Kosmos.

Die Ausstellung
Die Sonderausstellung „Am Anfang war das Spiel. Brettspiele – Geschichte und Gesellschaft spielend entdecken!“ macht die beliebte Freizeitbeschäftigung von den Anfängen in der ägyptischen Antike bis hinein in das digitale Zeitalter zum Thema. Anhand 50 ausgewählter Exponate wird auf Vielfalt und gesellschaftliche Bedeutung des Brettspiels über die verschiedenen Zeiten eingegangen.

Zu Beginn zeigt die Schau im Residenzschloss Altenburg früheste Brettspielvarianten. Unter den Exponaten befinden sich sodann auch Repliken der Spiele „Senet“ aus Ägypten und des „Königlichen Spiels von Ur“ aus Mesopotamien (Original im British Museum), die beide im 3. Jahrtausend v. Chr. gespielt wurden und zu den frühesten bekannten Spielen gehören. Beide Spiele rücken die Lebensreise des Menschen in die Götterwelt in den Mittelpunkt. Sie gelten als Vorläufer der noch heute beliebten Brettspiele „Backgammon“ und „Mensch ärgere dich nicht“, die den altertümlichen Spielen in der Schau gegenübergestellt werden. Damit tritt die Ausstellung zugleich in die moderne Spielewelt ein, die den Weg von den Klassikern wie Monopoly bis hin zum zeitgenössischen Autorenspiel nachzeichnet. Folglich wird auch eine Auswahl an „Spielen des Jahres“ gezeigt, die eng mit der Entwicklung hin zum Autorenspiel verknüpft sind.

Der zweite Ausstellungsabschnitt beschäftigt sich mit dem modernen Brettspiel als Produkt der Populärkultur. Hier wird gezeigt, welche Bilder von Geschichte und Gesellschaft sich im Brettspiel ablesen lassen. Dazu werden Spiele präsentiert, die verschiedene historische Epochen abbilden und aktuelle gesellschaftliche Themen behandeln. Besondere Schwerpunkte liegen hier auf dem Verhältnis des Brettspiels zu Themen wie Energie und Klimaschutz, Kolonialismus sowie gesellschaftlicher Vielfalt und Diversität. Die vom Wandel geprägte Verbindung zwischen Spiel und gesellschaftlich relevanten Themen wird hier anhand zahlreicher Exponate nachgezeichnet und wissenschaftlich fundiert aufgearbeitet. Auch das Spiel als Art der Wissensvermittlung wird im zweiten Ausstellungsabschnitt beleuchtet. Spiele wie das preisgekrönte „Paleo“ oder „Philosophia“ zeugen vom zunehmend pädagogischen Anspruch innerhalb der Spieleentwicklung. Damit geht die Ausstellung letztlich auch der Frage nach, ob Spiele mehr als reine Unterhaltung sind.

Passend zur Weihnachtsaustellung widmet sich ein eigens dafür eingerichteter Ausstellungsraum den Themen Winter und Weihnachtsfest und stimmt so auf das Spielen und Zusammensein in der kalten Jahreszeit ein. Abhängig von den geltenden Corona-Regeln bekommen die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, Figuren, Würfel und Karten zu greifen, um selbst spielerisch tätig zu werden. An beide Themen sie schließt sich ein möglicher Blick in die Zukunft des Brettspiels an: Als chronologischer Endpunkt der Ausstellung wird der Fokus auf digitale Varianten beliebter Brettspiele gelegt. Zum Abschluss der Ausstellung konnte der österreichischen Illustrator Klemens Franz gewonnen werden, der einen Einblick in die Entstehung des Spiels „Agricola“ gibt, welches hier in Altenburg produziert wird.

Hintergrund

Anlass zu dieser Ausstellung gab die Dauerleihgabe der Familie de Cassan aus Österreich. Über mehrere Jahrzehnte konnte das Ehepaar Dagmar und Ferdinand de Cassan eine beträchtliche Sammlung an Spielen aufbauen. Am 1. Oktober 2019 übernahm das Berliner Institut für Ludologie die aus ca. 30.000 Unikaten bestehende Sammlung. Das Konvolut wurde dem Residenzschloss Altenburg kurz darauf als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt.
Kurator der Ausstellung ist der Kulturanthropologe Toni Janosch Krause von Boardgame Historian.

Begleitprogramm
Das Begleitprogramm zur Ausstellung wird entsprechend der Lage hinsichtlich der Corona-Pandemie rechtzeitig bekanntgegeben.

Allgemeine Infos
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10.00 – 17.00 Uhr

Ab dem 2. Januar 2022 gelten folgende Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag, 9.30 – 17.00 Uhr
Feiertage 9.30 – 17.00 Uhr

Öffnungszeiten zwischen Weihnachten und Neujahr:
Freitag, 24. Dezember 2021, geschlossen
Samstag 25. Dezember 2021, 13.00 – 17.00 Uhr
Sonntag, 26. Dezember 2021, 10.00 – 17.00 Uhr
Montag 27. Dezember 2021, geschlossen
Dienstag, 28. bis Donnerstag, 30. Dezember 2021, 10.00 – 17.00 Uhr
Freitag, 31. Dezember 2021, 10.00 – 15.00 Uhr
Samstag, 01. Januar 2022 geschlossen

Eintritt: 8 EUR, erm. 6 EUR

Es gelten die entsprechenden Verordnungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.